Viele der High Stakes Profi Poker, die mit Texas Hold em fünf- oder sechsstellige Beträge gewonnen haben, wenden sich nun einer anderen Spielart des Poker zu: dem Omaha Hold’em Hi/Lo. Omaha Hold’em Hi/Lo wird in den allermeisten Casinos der Welt zum Spiel angeboten und vor allem wegen seiner großen Strategischen Tiefe und den haarsträubendsten Bluffs geschätzt. Damit auch sie bald zu den Gewinnern im Omaha Hold’em Hi/Lo gehören können, erklären wir ihnen nun die Regeln und geben ihnen einige Hinweise zu gutem Spiel.
Im Omaha Hold’em Hi/Lo setzen, wie in jeder Hold’em Variante von Poker, zunächst die beiden Spieler nach dem Dealer Small und Big Blind, wie im letzten Blog-Artikel erklärt. Danach teilt im Omaha Hold’em Hi/Lo der Dealer jedem Spieler vier verdeckte Karten aus und es beginnt die erste Setzrunde. Dabei kann beim Omaha Hold’em Hi/Lo, wie immer beim pokern jeder Spieler, beginnend nach dem Big Blind, nun callen, raisen oder folden und die Setzrunde ist beendet, sobald alle Spieler entweder gecallt oder gefolded haben. Diese erste Setzrunde nennt man „Pre-Flop“, weil sie vor dem Flop stattfindet. Ebendieser kommt jetzt. Dabei teilt der Dealer beim Omaha Hold’em Hi/Lo drei Gemeinschaftskarten aus, die er offen mittig auf den Tisch legt und die für jeden Spieler gelten. Es beginnt die zweite Setzrunde im Omaha Hold’em Hi/Lo und sobald sie beendet ist, folgt der Turn. Dabei deckt der Dealer eine vierte offene Karte auf, begleitet von einer Setzrunde. Sollten nun noch Spieler in der Hand sein, folgt die letzte offene Karte, der River und die letzte Setzrunde. Hiernach kommt es zum Showdown, wobei beim Omaha Hold’em Hi/Lo jeder Spieler seine Pokerhand aus genau zwei seiner vier verdeckten und drei der Gemeinschaftskarten erstellen muss. Wenn man also im Omaha Hold’em Hi/Lo einen Flush haben will, braucht man mindestens zwei Karten einer Farbe auf der Hand und mindestens drei derselben Farbe als Gemeinschaftskarten auf dem Tisch! Eine weitere, dem Omaha Hold’em Hi/Lo seinen Namen gebende Eigenschaft des Spielst ist die „Lo“-Hand. Denn beim Omaha Hold’em Hi/Lo gewinnt nicht immer die beste Hand den gesamten Pot, sondern auch mal die schlechteste den halben! Um beim Omaha Hold’em Hi/Lo den halben Pot mit der schlechtesten Hand gewinnen zu können, muss ein Spieler eine Hand haben, die nicht besser sein darf als „8 hoch“. Das heißt, er darf kein Paar, keinen Drilling, keine straight oder eine sonstige Pokerhand haben und die höchste Karte in seinem Blatt darf die 8 sein. Ein Beispiel hierfür wäre 2-3-4-5-7. Sollten zwei Spieler für die „Lo“-Hand qualifizieren, gewinnt von diesen beiden derjenige mit der schlechteren Hand.
Das erlaubt krasse Bluffs, da eine Hand, die für „Lo“ qualifiziert im Omaha Hold’em Hi/Lo sehr selten ist und der Gegner nie wissen wird, ob sie nun grad hoch setzen, weil sie eine so gute Hand haben oder ob sie eine „Lo“-Hand haben. Sollte letzteres der Fall sein, bekommen sie beim Omaha Hold’em Hi/Lo zum Showdown ja ohnehin immer mindestens das wieder, was sie in den Pot getan haben und können im Verlauf der Hand dann sehr stark bluffen um den Gegner aus der Hand zu drängen und so den ganzen Pot einzusacken. Beachten sie diese Tipps und sie werden schnell ein erfolgreicher Omaha Hold’em Hi/Lo Spieler werden.

